Alles über Gnocchi: Zutaten, Bedeutung & richtige Aussprache

Gnocchi sind mehr als nur Kartoffelklöße; sie sind ein fester Bestandteil der italienischen Küche, oft als Primo Piatto serviert. Sie sind keine Pasta, sondern Klöße, die vor allem in verschiedenen Variationen wie Gnocchi di patate bekannt sind. Die besten Gnocchi werden aus mehligkochenden Kartoffeln und Mehl hergestellt, manchmal ergänzt durch ein Ei für bessere Bindung. Der Begriff "Gnocchi" stammt vom italienischen Wort "nocchio" (Astloch) oder "nocca" (Knöchel), was ihre Form beschreibt. Die richtige Aussprache ist "Njok-ki", wobei "Gn" wie "nj" gesprochen wird, ähnlich wie bei Cognac. Die Rillen auf den Gnocchi sind nicht nur dekorativ, sondern helfen, Soße besser zu halten. Tipp: Hausgemachte Gnocchi bieten einen unvergleichlichen Geschmack im Vergleich zu industriellen Varianten.
Hast du dich auch schon mal gefragt, was genau in den kleinen italienischen Wölkchen steckt und wie man sie eigentlich unfallfrei beim Kellner bestellt? Gnocchi sind so viel mehr als nur Kartoffelbrei in Form! Wir verraten dir, was das Wort bedeutet, was ins Original gehört und wie du sie aussprichst wie ein echter Italiener. Dein perfektes Angeberwissen für den nächsten Italien-Abend!
Ein Teller frisch dampfender Gnocchi mit Salbeibutter oder einer fruchtigen Tomatensoße ist für viele der Inbegriff von Comfort Food. Doch obwohl wir sie alle lieben, gibt es oft Verwirrung. Sind es Nudeln? Warum schmecken sie manchmal gummiartig und manchmal wie Wolken? Und wie bestellt man sie, ohne dass der Cameriere die Stirn runzelt? Tauchen wir ein in die Welt der kleinen Knollen-Köstlichkeiten.
Was versteht man unter Gnocchi?
Gnocchi (Singular: Gnocco) sind kleine, geformte Klößchen, die in der italienischen Küche traditionell als Primo Piatto (erster Hauptgang) serviert werden – genau wie Pasta oder Risotto. Obwohl sie oft in einem Atemzug mit Nudeln genannt werden, sind sie technisch gesehen keine Pasta, sondern Klöße. Die bekannteste Variante sind die Gnocchi di patate (aus Kartoffeln), aber die Gnocchi-Familie ist riesig! In Rom liebt man zum Beispiel Gnocchi alla romana aus Hartweizengrieß, und in anderen Regionen gibt es Varianten aus Ricotta, Spinat oder sogar Brot. Das Ziel bei guten Gnocchi ist immer eine fluffige, leichte Konsistenz, die auf der Zunge zergeht und nicht schwer im Magen liegt.
Was ist alles in Gnocchi drin?

Das Geheimnis der klassischen Gnocchi di patate liegt in der Einfachheit – und der richtigen Kartoffelwahl. In den Grundteig gehören eigentlich nur zwei Hauptdarsteller:
- Mehligkochende Kartoffeln: Sie sind essenziell für die Fluffigkeit, da sie wenig Wasser und viel Stärke enthalten.
- Mehl: Es bindet die Masse.
Dazu kommt oft noch eine Prise Salz und je nach Region und Familienrezept etwas Muskatnuss. Die große Glaubensfrage lautet: Mit oder ohne Ei? Puristen schwören oft auf "nur Kartoffel und Mehl", da dies den kartoffeligen Geschmack am besten erhält. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will, gibt ein Eigelb oder ganzes Ei dazu – das sorgt für eine stabilere Bindung und verhindert, dass die Gnocchi im Kochwasser zerfallen. In industriell gefertigten Gnocchi aus dem Supermarkt findest du oft noch Kartoffelflocken, Stärke oder Konservierungsstoffe, weshalb selbstgemachte Gnocchi geschmacklich in einer ganz anderen Liga spielen.
Was meinst du: Sind Gnocchi oder Pasta gesünder? Lies es hier nach in unserem Blogartikel Gnocchi vs. Pasta: Was ist gesünder und besser zum Abnehmen?
Was bedeutet "Gnocchi"?
Der Name ist Programm und verrät viel über die rustikale Herkunft dieses Gerichts. Das Wort "Gnocchi" leitet sich vermutlich vom italienischen Wort nocchio ab, was so viel wie Astloch oder Knoten im Holz bedeutet. Eine andere Theorie führt es auf nocca (Knöchel) zurück. Beides beschreibt treffend die kleine, knubbelige und unregelmäßige Form der Klößchen. Früher wurden sie einfach mit dem Finger oder über den Handrücken geformt. Heute erhalten sie ihr charakteristisches Aussehen oft durch das Abrollen über ein Gnocchi-Brett oder die Zinken einer Gabel. Diese Rillen sind übrigens nicht nur Deko: Sie sorgen dafür, dass die Soße viel besser an der Oberfläche haften bleibt.
Wie spricht man Gnocchi richtig aus?

Dies ist wohl einer der häufigsten Stolpersteine in italienischen Restaurants weltweit. Um peinliche Momente zu vermeiden, hier der ultimative Guide: Das "Gn" im Italienischen wird wie ein "nj" ausgesprochen (ähnlich wie bei Cognac oder Lasagne). Das "cchi" wird wie ein hartes "kki" gesprochen.
Falsch ist: "Gnotschi", "Knotschi" oder "Notschi". Richtig ist: "Njok-ki".
Das "O" wird dabei kurz und offen gesprochen. Wenn du also das nächste Mal "Njokki" bestellst, wirst du garantiert ein anerkennendes Lächeln ernten!
Und falls du jetzt verständlicherweise Lust auf Gnocchi bekommen hast, hol dir hier gleich mal unser großes Kochbuch mit den besten Gnocchi-Rezepten!